Oolong Tee

Endecke die vielfältige chinesische Teetradtion

Kung-Fu Cha / Gong Fu Cha

Vorweg zu zu Klarstellung: Tee (Cha) im Gong-Fu (Kung-Fu)-Stil zu zuzubereiten ist keine Teezeremonie oder esoterisches Ritual. Es ist einfach einen Methode wie man den Tee aufbrüht.

Das Grundkonzept ist, im Vergleich zu westlichen Art Tee zu kochen, mehr Tee zu nehmen und die Brühzeit zu verkürzen, aber dabei die Zahl der Aufgüsse zu erhöhen. Ein logische Folge aus der hohen Anzahl der Aufgüsse ist das dass Volumen jeden einzelnen Brühvorgangs relativ klein ist. Man kann sagen die Kung-Fu Methode ist die Methode der vielen kleinen Aufgüssen. Bei jedem einzelnen Aufguss kann der Tee einen etwas anderen Charakter zeigen da sich die Geschmacks und Duftstoffe unterschiedlich schnell aus den Teeblättern lösen.

Darüber hinaus soll die Kung-Fu Methode auch gesundheitliche Vorteile bieten, da mehr gesundheitsfördernde Stoffe gelöst aus den Teeblättern gelöst würden. Inwieweit dazu belastbare Daten vorliegen, die sich auf gesundheitsrelevante Parameter am Menschen messen, muss zumindest hinterfragt werden.

Das die Kung-Fu Methode aber zu neuen Geschmackseindrücken führt, seht außer Frage, Und allein dafür lohnt es sich, mit dieser Art der Teezubreitung Erfahrung zu sammeln.

Equipment für der Kung-Fu Cha


Wenn man sich das die typischen Kung-Fu Tee Sets anguckt, dann scheint man einiges an Equipment zu brauchen. Tatsächlich braucht es für den Anfang nicht viel.

Unentbehrlich sind:

  • der Tee
  • Heißes Wasser. Z.b. in Thermokanne temperiert.
  • Ein Gefäß für die Infusion. Typischerweise eine kleine Teekanne oder ein Gaiwan. Aber auch ein einfacher Teebecher ist möglich.
  • Ein oder mehre Trinkgefäße die in der Summe den fertigen Tee aufnehmen können.

Fast unentbehrlich, aber sehr sinnvoll:

  • Timer
  • Thermometer
  • Feinwaage

Tatsächlich enthält ein Reise Kung-Fu Set nicht mehr und beseht in der einfachsten Version meist aus einem Gaiwan für die Infusion und zwei kleine Tassen die den Inhalt des Gaiwans aufnehmen können.

  • Ein Chahai (Dekantierkanne)
  • Einen Filter
  • Eine Schüssel
  • Teeblatthalter zum Wiegen und Einfüllen der Teeblätter.
  • Ein Tablett oder Teetisch

Diese schönen Kung-Fu Sets kann man kostengüünstig direkt in China kaufen

Grundsätzliches Vorgehen bei der Kung-Fu (Gong Fu) Methode


Wie oben beschreiben wird der Tee oft mit kurzer Brühzeit ausgegossen. Ausgangsparameter für Oolong allgemein:

  • 3-4g Teeblätter auf 100 ml Wasser
  • Wassertemperatur 90 Grad Celsius.
  • Erste Brühzeit 20 Sek.

Zum vorwärmen wird das Infusionsgefäß, die Teekanne oder der Gaiwan. mit heissen Wasser gespült.

Im weiten Schritt wird der Tee in das Infusiongefäß gegeben und mit dem heißen Wasser aufgegossen und sofort wieder abgegossen. Dieses „waschen“ oder „spülen“ soll die Teeblätter für die eigentlichen Aufgüsse öffnen. Außerdem wird so auch schon der Teestaub und eventuell vorhandene kleine Blattbruchstücke ausgewaschen.

Bei diesen beiden Spülvorgängen braucht man ein Gefäß in das man das Abwaschwasser geben kann. Da kann natürlich jeder beliebige Behälter sein, aber eine zum Teeset passende Schüssel ist einfach optisch schöner.

Nun wird Tee wird aufgebrüht. Nachdem seine Zeit gezogen hat, wird er , wenn vorhanden, in die Dekantierkanne abgegossen. Dabei wird der Tee nochmals durchmischt. Von der Dekantierkanne wird er dann in die Tassen oder Teeschalen verteilt. Verzichtet man auf die Dekantierkanne und verteilt gießt den Tee direkt in die Trinkgefäße, kann es sein das der Tee unterschiedlich stark ist, je nachdem wieweit er mit den Blättern in Kontakt gekommen ist.

Dieser Vorhang wird nun so oft wiederholt bis die Teeblätter nichts mehr hergeben. Bei jeder Runde wird die Brühzeit etwas verlängert. Ein sinnvoller Ausgangspunkt sind 10 Sekunden. Man schreibt kurz: 20+10 Sekunden. Ausbuchstabiert, erste Infusion 20 Sek, zweite 30 Sek. Und so weiter. Inder Regel sind 6-10 Aufgüsse möglich. Die Verlängerung muss natürlich nicht linear erfolgen. Viele Oolongs vertagen Brühzeiten von bis zu 10 Minuten ohne bitter zu werden.

Die hier vorgeschlagenen Parameter sind gängige Empfehlungen. Tatsächlich lassen für die erste Infusion noch kürze, aber auch bedeutend längere Zeiten finden. Das ist letztlich ein interessantes Experimentierfeld. Was optimal ist hängt letztlich von dem konkreten Tee und den eigenen Vorlieben ab.